20th FAI European Gliding Championships

Turbia, PL / 11. – 25. May 2019

Fliegertagebuch

25. Mai, Samstag

Wir sitzen noch immer im Tief, aber es schwächelt!

Am 19. Mai wurde zuletzt geflogen, wir sitzen also schon 5 Tage bei Sauwetter am Boden. Heute könnte sich – meteorologisch gesehen – noch ein Flug ausgehen, aber der Boden des Flugplatzes ist völlig durchnässt und aufgeweicht. Das Aufstellen der Flugzeuge wird eine Schlammschlacht werden und auch die Turbo Chmelak wird die Flugzeuge schwer in Bewegung und in die Luft bringen.

Also seeeeehr fraglich, ob das heute noch was wird. Wolfgang und Guido mit Michael könnten noch aufs Treppchen springen!

Das ist also der letzte Tag, das wars dann.

Nachtrag um 13:00

Da geht noch was. Hätten wir uns nicht gedacht!

Nachtrag 22:00

Es ist ein Wahnsinn: Werner hat gezeigt, daß er es kann. Nach vielen Mißgeschicken hat er heute den 4. Tagesplatz geholt. Wolfgang hat wieder seine Stärke am letzten Tag ausgespielt und Tagessieg geflogen. Damit ist er vom 8. auf den 3. Gesamtrang und aufs Treppchen gesprungen.

Guido und Michael behaupten sich auf Gesamtrang 7.

Schau in den soaring spot!

Du hörst mich wieder von der EM der „kleinen“ Flugzeuge in Prievidza / Slovakei Anfang Juli.

Bis dann!

Rudi

22. Mai, Mittwoch

Wie lang stecken wir noch im Tief ?

… wenn wir jetzt grad mitten drin sind! An Fliegen vorerst nicht zu denken.

Heute ist „Nationenabend“. Mich wird Würstl grillen. Schnaps hätten wir auch genug mitgebracht (zum Abfüllen der Konkurrenten). Aber wir fliegen morgen sicher nicht …

21. Mai, Dienstag

Wir stecken im Tief, noch immer …

Keine Chance zu fliegen, was sich ja gestern schon klar abgezeichnet hatte. Daher war ein gemütlicher Abend angesagt.

Meisterkoch Michael bei den Vorbereitungen

Guido kommentiert

 

 

 

 

 

 

 

Man reicht den Salat

Alle futtern, Michael ist in der Küche beschäftigt

Als Nachspeise gibts Riebel, eine Vorarlberger Köstlichkeit

Wolfgang wählt mit Bedacht passende musikalische Untermalung

Guido und Mich bestens gelaunt

 

20. Mai, Montag

Wir stecken im Tief !!!

… nicht mental, wir sind alle gut drauf, aber meteorologisch. Für heute sind ordentliche Gewitter angesagt. Die offene Klasse mußte Startaufstellung machen, aber mittags wurde schon alles abgeblasen. Morgen und übermorgen wirds auch kaum besser sein.

Wir haben die 18m-Flieger abgebaut, die Chmelaks machen Gastflüge am Platz.

Viel Zeit zu schwätzen. v.l.n.r.: Bernhard mit Sabine, Tobias (Amann junior) Thomas Gostner, Guido

Heute abend werden wir selbst etwas kochen und am Campingplatz zusammensitzen.

19. Mai, Sonntag

Nachdem das WLAN wieder versagt hat, hört Ihr erst jetzt von mir.

Zuerst die Nachlese zum gestrigen Tag: Neben Werner haben wir einen zweiten Pechvogel namens Bernhard. Beim durchaus sicher scheinenden Endanflug hatte er laufend Fallen, sodaß er schließlich den Motor einsetzen mußte. Etwa 120 m vor Erreichen des Zielkreises sprang der Motor an, die Aufgabe wurde als unvollendet gewertet. Knapper gehts nicht! Wolfgang tröstet uns mit einem 7. Tagesplatz. Er mußte sich den glänzend fliegenden und gut organisierten Franzosen und Polen geschlagen geben.

Auch heute gab es – wie schon gewohnt – Wetterpoker. Nachts Regen, bis nach 10 Uhr bedeckt. Die Flugzeuge werden aufgestellt, um 11 Uhr gibt es die Aufgaben, um 12:00 soll geflogen werden. Es klart schnell auf, die ersten Cumuli sind aber tief und kraftlos. Nach mehrfachen Startverschiebungen wird die Doppelsitzerklasse geschleppt. Alle kämpfen sich mit ausgefahrenen Ellbogen im ersten Bart nach oben. Gar nicht lustig!

Eine Gewitterzelle nähert sich von Süden, die Doppelsitzer fliegen ab, die anderen Klassen müssen aber neutralisiert werden.

Schaut nicht mehr toll aus!

Nachhause mit Motorkraft

Schnell bekleiden wir die gelandete ASG32 bevor uns der Schauer erwischt.

Von den Doppelsitzern schafft keiner die Aufgabe, alle werden von den gewittrigen Schauern blockiert. Da alle Motoren haben, kommen die meisten benzingetrieben heim. Guido und Michal schlagen sich wieder gut und werden mit 135 Wertungskilometern 6.

Genaues wie gewohnt auf soaringspot

18. Mai, Samstag

Briefing as usual 10:00 – nichts besonderes. Das Wetter sollte längere Flüge zulassen, es ist aber sehr feucht und schwül.

Endlich einer in kurzer Hose!

Nachbriefing um 11:30. Es gibt wieder assigned area tasks, für die Doppelsitzer ca 340 km (251 bis 340 km). sie starten zuerst. Die 18m Flieger starten zuletzt mit Aufgabe zwischen 220 und 343 km.

      

Guido gibt ein souveränes Interview an die facebook community.

      

Da hat einer eine Schlange in das Flugzeug kriechen gesehen. Nach einiger Suche und irritieren des Tieres durch Motorvibrationen wird es auf der Flucht gefangen. War eh nur a Blindschleiche!

Nach einigen Startverschiebungen gehts um 13:20 endlich in die Luft. Es schaut ganz gut aus, in der feuchtlabilen Luftmasse ist aber mit vereinzelten Überentwicklungen zu rechnen.

16:15

Vor einer halben Stunde ist Werner außengelandet. Gute Wiese, „alles gut“. Er sagt – bescheiden wie er ist – es sei ein reiner Pilotenfehler gewesen. Zu forsch auf direktem Kurs in ein blaues Loch ….

Die anderen fliegen mit teils sehr guten Steigwerten, sie haben offenbar „die gute Linie“ gefunden. Kurz vor 18:00 sollten die 18m-Klasser heimkommen. Bin ganz gespannt, wie es läuft. Etwa 30 km neben der letzten Kurslinie zieht eine Gewitterlinie parallel nach Ost-Nord-Ost. Die soll schön wegbleiben!

17. Mai, Freitag

Kleine Nachlese zum gestrigen Tag: In der Doppelsitzerklasse gab es keine Wertung, weil nicht einmal 25% der Piloten über 100 km (bereinigt mit Handicap) geschafft haben. In der 18m Klasse gratulieren wir Bernhard und Wolfgang zum 7. und 8. Platz. Die wenigen Punkte waren ganz hart erkämpft.

Heute Optimismus wegen der guten Wetterprognose. Es sind keine echten Gewitter zu befürchten, kleine Schauer sind natürlich möglich. Nachdem es nachts noch etwas geregnet hat, hängt jetzt viel Feuchtigkeit in der Luft. Die Bassis – etwa 900 m NN = 750 m Gnd.

Der Start wird mehrmals verschoben, die Aufgaben verkürzt. Basis steigt etwas, jetzt schaut recht gut aus. Um 13:45 geht der Start wirklich los.

17:20

Alle 18m Flieger sind gelandet, der Doppelsitzer kommt auch gleich. War ein guter Tag ohne größere Probleme. Nachdem der ganze Schwarm sehr zeitnach abgeflogen und gelandet ist, kann man die Geschwindigkeiten nicht schätzen. Du wirst es ja sehen !     ….auf soaringspot

16. Mai, Donnerstag, 17:30

Das war ja ein spannender Tag!

Werner ist gleich einmal abgesoffen, musste nochmals starten. Das kostet Zeit.

Alle sind bald nach Öffnung der Startlinien abgeflogen, bei diesem kurzen Zeitfenster gab es nichts zu taktieren.

Muß ein seeeehr schwieriger Tag gwesen sein: Werner saß als erster in Kielce, die anderen kämpften tapfer, brauchten aber alle den Motor zum Heimkommen.

Da wird es nur wenig Punkte geben. Bitte auf soaringspot Ergebnisse schauen!

16. Mai, Donnerstag

Beim Aufstehen hell, beim Frühstück ein Sonnenstrahl … da kommt Hoffnung auf! Die Satellitenbilder und Wetterradar zeigen nur ein winziges kurzes Wetterfenster zum Fliegen, alles recht grenzwertig.

Beim Briefing um 10:00 wird Startaufstellung ab 11:00, Nachbriefing 11:15 und Start für 13:00 verkündet. Verbreitet große Skepsis!

 

Anspannen … an den Start … das Zubehör bleibt vorerst liegen … business as usual…

Die Flieger sind am Start, Nachbriefing: es gibt tatsächlich kleine assigned area tasks. Das wird interessant!!!

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